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Emotionales Essen

Emotionales Essen

So viele Menschen, vor allem Frauen kämpfen mit emotionalem Essen und fragen sich, wie sie das verhindern können. Um ehrlich zu sein, ist emotionales Essen etwas, womit ich immer zu kämpfen hatte. 

Dieses Gefühl der Ohnmacht führt oft dazu, dass wir unsere Emotionen ganz meiden. Wir müssen diese aber fühlen und akzeptieren, egal wie unangenehm sie auch sein mögen. Denn wenn man einmal erkannt und akzeptiert hat, welche Kernemotionen dafür verantwortlich sind, müssen wir nicht mehr versuchen, diese Emotionen durch Essen zu entkommen.

Mir haben einige Tipps geholfen, die ich gerne an dich weiter geben möchte. Ich hoffe, dass sie dir auch helfen.

Emotionales Essen ist heute allgegenwärtig. Sehr viele Menschen fühlen sich ständig müde, gestresst und überarbeitet. Oftmals sind sich Menschen nicht einmal bewusst, dass sie aufgrund ihrer Unzufriedenheit oder Einsamkeit zu Schokolade oder Chips greifen.

Das Abnehmen läuft super, bis ein Auslöser kommt. Stress, intensive Emotionen, Streit/Konflikte, Einsamkeit, Müdigkeit, Angst oder Langweile. Unser Verstand sagt uns, dass wir essen sollen, und nicht unser Körper. 

In solchen Momenten, fällt es einigen sehr schwer sich zu kontrollieren. Man betäubt mit dem Essen seine Emotionen, und fühlt sich in kurzem Moment wohl. 

Aber danach fühlt man sich noch schlechter, als vorher. 

Wenn du ein emotionaler Esser bist, hast du gelernt, dass die Linderung durch das Essen nicht lange anhält.

Denn man fühlt sich als Versager, der es zu nichts bringt. Und hier kann es passieren, dass man denkt, ach ich schaffe es eh nicht abzunehmen, also versuche ich es gar nicht mehr. Dann führt man ein unzufriedenes, ungesundes und unglückliches Leben. Eine bessere Reaktion auf diese negativen Gedanken besteht darin, sich bewusster zu werden, wann wir sie erleben, um besser damit umzugehen. Hier hilft wie weiter unten beschrieben das Ess- und Emotion Tagebuch.

In unserer Kindheit wurde uns ebenfalls beigebracht, uns dem Essen zuzuwenden, wenn man Trost gebraucht hat. Beim Arzt bekam man nach einer Spritze ein Lutscher, oder wenn man sich bei Spielen verletzt hat bekam man ein Eis zu Ablenkung. Die Verankerung im Gehirn findet bei vielen schon im Kleinkindalter an. 

Leider besteht der Hauptauslöser bei sehr vielen Menschen in der Kindheit, wenn sie Missbrauchsopfer waren oder keine Liebe erhalten haben.

Schlafmangel und Stress kann ebenfalls dazu führen, dass man zu Snacks greift, anstatt wenn man ausgeschlafen und ausgeglichen ist. Man verspürt einen Drang nach bestimmten Nahrungsmitteln und die Widerstandsfähigkeit ist beeinträchtigt.

Was ist der Unterschied zwischen emotionalem Hunger und körperlichem Hunger? 

Körperlichen Hunger verstärkt sich langsam, und man spürt es im Magen. Emotionaler Hunger kommt plötzlich im Kopf und man verspürt ein starkes Verlangen. Im Gegensatz zu körperlichem Hunger führt emotionaler Hunger zu übermäßigem Essen.

Tipps:

  • Ausreichend Schlaf
  • Achtsames Essen                                                                                                                                                                                           Auf die körperlichen und emotionalen Reaktionen achten vor, während und nach dem Essen. Lernen, das Essen richtig zu schmecken und zu riechen. Es geht darum, bewusst auf die Ernährungsgewohnheiten zu achten und sich bewusst werden, was im Körper und Geist vor sich geht. Wer achtsam isst, bekommt ein gutes Gefühl für das Essen, und kann in schwierigen Situationen besser mit emotionalem Essen umgehen. 
  • Beim Essen nicht auf Fernseher oder Handy schauen, und auch nicht telefonieren. Konzentriere dich stattdessen auf dein Essen, wie es schmeckt, riecht oder aussieht. Genieße dein Essen und achte dabei auf Sättigungsgefühl.
  • Beginne den Tag mit gesundem Frühstück ohne Zuckerzusatz. Dies ist der beste Start, um Heißhungerattacken zu meiden. Indem man zu Beginn des Tages den Körper mit den richtigen Nährstoffen versorgt, fühlt man sich nicht nur besser, sondern man neigt auch dazu, weniger zu zuckerhaltigen Snacks. 
  • In einem Moment wo man fast widersteht, warte kurz, schaue dir das Essen an und bewerte wie hungrig du wirklich bist.
  • Wenn du merkst, dass dieses Verlangen wieder hochkommt, atme 5 Sekunden tief ein und aus, und frage dich, ob es dich wirklich glücklicher und zufriedener macht, wenn du das jetzt isst..
  • Habe keine ungesunden Snacks griffbereit.
  • Führe täglich ein Ess- und Emotion Tagebuch, in den du nicht nur aufschreibst, was du gegessen hast, sondern auch aufschreiben wie du dich in dem Moment gefühlt hast.  Bewerte dabei auf einer Skala von 1bis10 ob du körperlichen Hunger oder seelischen Hunger verspürt hast. Schaue dir nach ein paar Tagen das Tagebuch an, und sei ehrlich zu dir selber, ob du wirklich Hunger hattest oder aus Frust oder Langweile gegessen hast, und wieso du dich in dem Moment so gefühlt hast. Warst du gestresst? Wütend? Einsam?
  • Mache dir keine Vorwürfe, nachdem du nicht widerstehen konntest. (Wenn du ein Ausrutscher hast, nicht schlimm, morgen ist ein neuer Tag, und da machst du alles richtig.)
  • In so einem Moment rufe jemanden an, und lenke dich ab.
  • Trinke viel Wasser.
  • Meditation und Achtsamkeitsübungen sind ausgezeichnete Strategien, um emotionales Essen anzugehen. Man lernt nicht mehr impulsiv auf Emotionen zu reagieren, die man erlebt.
  • Wenn dieser Moment kommt, sag ganz laut „Nein“ ich bin stärker. Verlasse den Ort wo du dich gerade befindest, und sage dir innerlich „Ich bin stolz auf dich, du hast es geschafft“ und versuche dabei zu lachen und glücklich zu sein. Auch wenn es sich in dem Moment fake anfühlt, du wirst sehen es hilft.
  • Wenn man gestresst ist und keine Zeit hat, hilft Meal-Prep (Mahlzeitenvorbereitung) enorm. Man greift nicht zu ungesundem essen, wenn man gesundes direkt zu Hand hat. 
  • Versuche komplett auf Zucker zu verzichten. Wenn man sich Zuckerfrei ernährt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer gestressten Situation zu Zucker greift. 
  • Lege dir in der Küche in eine schöne Dose mit Nüssen bereit, zu denen du zur Not greifen kannst.
  • Verlasse die Küche und lenkt dich ab. Gehe zum Sport, eine Runde spazieren, oder besuche Freunde o.ä. 
  • Gönne dir zu Belohnung, dass du wiederstehen konntest, einen gesunden Snack. Wie mit gefrorenem Obst, oder mit selbstgemachten gesunden Snacks. (Meal-Prep, auch hier kannst du dir ein Tag in der Woche Zeit nehmen, und z.B. Schokoriegel, Energy Balls etc. vorzubereiten)

Werde dir über deinen Auslöser bewusst. Du musst der Ursache auf den Grund gehen.

Emotionales Essen geschieht nicht ohne Grund. Meistens liegt der Grund tief in uns, der tiefe Gefühle auslöst. Wenn du den Grund deiner negativen Emotionen gefunden hast, kannst du daran arbeiten, diese durch positive Gedanken und Gefühle zu ersetzen. 

Wenn man ein emotionaler Esser ist, dann ist es weder gut für deinen Körper noch für dein emotionales Wohlbefinden. Die Tipps können dir helfen, mit dem emotionalen Essen umzugehen und die Kontrolle über die Essgewohnheiten wiederzuerlangen.

Wie du siehst, gibt es mehrere Möglichkeiten, nicht immer wieder in dieselbe Falle zu tappen. Die emotionalen Essauslöser zu erkennen, ist der erste Schritt. Danach sollte man daran arbeiten, die Gewohnheiten zu brechen, und neue gesunde Gewohnheiten aufzubauen, um einen gesunden Lebensstil zu erreichen.

  • Wenn du in deiner Kindheit schlimme Erlebnisse gehabt hast, dann versuche es zu lösen. Wenn du denkst, dass dies damit nichts zu tun hat, dann täuschst du dich. Solltest du irgendeine schlimme Erfahrung gehabt haben, liegt die Ursache da, und nicht in deinen heutigen Stress.
  • Löse deine Blockaden indem du lernst dich selber zu lieben, und dir (deinem Körper) nur das beste gibst.
  • Man muss ein Weg finden, mit den emotionalen Problemen umzugehen.
  • Sobald du die Gründe für das Essen ermittelt hast, (mithilfe von Esstagebuch) ist es an der Zeit, einige gesündere Alternativen zu planen, um zukünftig emotionales Essen zu verhindern. Wenn man das negative Muster erkannt hat, kann man es mit guten Routinen und Gewohnheiten ändern.
  • Wenn wir uns gesünder ernähren, neigen wir weniger dazu, uns an ungesunden Lebensmittel zu erfreuen.
  • Wenn du Hilfe dabei brauchst, dann hole sie dir. Schäm dich nicht, wenn du es alleine nicht schaffst. 

Die Lebensmittel, die wir in so einem Moment zu uns nehmen, haben einen höheren Fett- und Zuckergehalt. Diese Lebensmittel erzeugen das Wohlfühl-Hormon Dopamin, das dazu führt, dass wir uns wohlfühlen, wenn wir es essen. 

Findet man jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache, neigen wir dazu, den Teufelskreis zu schaffen, die sich nachteilig auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit auswirken können.

Erkenne deine Auslöser und richte deine Umgebung auf Erfolg aus. Meditation (vor allem auch Dankbarkeit) kann dir helfen, mit unangenehmen Gefühlen besser umzugehen. Man lernt bewusst an positive Dinge zu denken, was dir enorm in so schwierigen Situationen helfen kann. Man fühlt sich stärker, und engagierter für einen gesunden Lifestyle. Wenn wir uns bewusster werden, wann unser Heißhunger kommt und wonach wir uns sehnen, schaffen wir automatisch ein inneres Bewusstsein dafür, was uns zu emotionalen Essen verführt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, den Lebensstil zu ändern und das Wohlbefinden zu steigern. 

Unbehandelt kann emotionales Essen zu Binge-Eating-Störung und anderen Arten von Essstörungen führen.

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